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Mietfälligkeiten verfolgen: nie wieder eine Miete oder Frist verpassen

Aktualisiert am 19. Oktober 2026 · 6 Min. Lesezeit

Ein Mietverhältnis lebt von Terminen. An einem ist die Miete fällig. An einem anderen läuft die Frist für die Nebenkostenabrechnung ab, oft unbemerkt, weil sie nur einmal im Jahr kommt. Und das Vertragsende, das viele Ratgeber als Erstes nennen, gibt es bei den meisten Mietverträgen in Deutschland gar nicht.

Meist stecken die Termine in einem Vertrag, den Sie einmal unterschrieben und seitdem nicht wieder geöffnet haben. Dieser Leitfaden zeigt, welche Termine nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) wirklich zählen, wo jeder davon hingehört und wie Sie Erinnerungen an den Fälligkeitstag einrichten, die Sie nicht wegwischen.

Welche Termine muss ein Vermieter im Blick behalten?

Ein Vermieter muss vier Termine pro Mietverhältnis im Blick behalten: den monatlichen Fälligkeitstag der Miete, die Frist für die Nebenkostenabrechnung, den frühesten Termin für eine Mieterhöhung und die Kündigungsfristen. RentDue übernimmt den ersten, den Termin, der sich zwölfmal im Jahr wiederholt. Die anderen drei kommen einmal im Jahr oder seltener und passen in den Handykalender.

  • Fälligkeitstag. Der Termin, der jeden Monat wiederkommt, und gerade deshalb übersehen wird: Das Prüfen wirkt irgendwann optional.
  • Frist für die Nebenkostenabrechnung. Zwölf Monate nach Ende des Abrechnungszeitraums. Der Termin, der am meisten kostet, wenn er verstreicht.
  • Mieterhöhung. Frühestens ein Jahr nach der letzten Erhöhung, bei einer Indexmiete nach mindestens einem Jahr ohne Änderung.
  • Kündigungsfristen. Sie zählen erst, wenn jemand kündigt, und werden für Vermieter mit der Mietdauer länger.

Haben Mietverträge in Deutschland ein Enddatum?

Wohnraummietverträge haben in Deutschland meist kein Enddatum. Nach § 575 BGB ist eine Befristung nur zulässig, wenn der Vermieter bei Vertragsschluss schriftlich einen Grund nennt, etwa späteren Eigenbedarf; fehlt dieser, gilt der Vertrag als auf unbestimmte Zeit geschlossen. Für die meisten Vermieter gibt es also kein Vertragsende, das man in RentDue oder im Kalender eintragen könnte.

Endet das Mietverhältnis, dann durch Kündigung. Sie ist nach § 573c BGB spätestens am dritten Werktag eines Monats zum Ablauf des übernächsten Monats möglich; für Vermieter verlängert sich die Frist nach fünf und nach acht Jahren um jeweils drei Monate. Die Termine, die im laufenden Mietverhältnis tatsächlich wiederkehren, stehen an anderer Stelle im BGB:

Termin Was das BGB sagt Wo er hingehört
Jeden Monat Miete spätestens bis zum dritten Werktag (§ 556b) Fälligkeitstag in RentDue, am ehrlichsten der 5.
12 Monate nach Ende des Abrechnungszeitraums Nebenkostenabrechnung muss beim Mieter sein, sonst keine Nachforderung (§ 556 Abs. 3) Handykalender, mit zwei Monaten Vorlauf
Frühestens 1 Jahr nach der letzten Erhöhung Mieterhöhungsverlangen bis zur ortsüblichen Vergleichsmiete, höchstens 20 % in drei Jahren (§ 558) Handykalender
Bei einer Indexmiete Mindestens ein Jahr unverändert; Erklärung in Textform, gilt ab dem übernächsten Monat (§ 557b) Handykalender
Bei einer Kündigung Bis zum dritten Werktag zum Ablauf des übernächsten Monats, für Vermieter länger nach 5 und 8 Jahren (§ 573c) Handykalender, wenn es so weit ist

Die Fristen stehen im Gesetzestext, etwa in § 556 BGB zur Nebenkostenabrechnung und in § 575 BGB zur Befristung (Stand: Oktober 2026). In Gebieten mit angespanntem Wohnungsmarkt liegt die Kappungsgrenze bei 15 %. Dieser Artikel ist keine Rechtsberatung: Vor einer Mieterhöhung oder Kündigung helfen Haus & Grund oder ein Anwalt für Mietrecht.

Warum ist das Vertragsende der falsche Termin im Kalender?

Im deutschen Mietrecht ist das Vertragsende der falsche Termin für den Kalender, weil die meisten Wohnraummietverträge unbefristet sind und es schlicht nicht gibt. Den Vermieter tatsächlich Geld kostet die Frist für die Nebenkostenabrechnung: Wer sie verpasst, kann keine Nachzahlung mehr verlangen, es sei denn, er hat die Verspätung nicht zu vertreten. RentDue erinnert daran nicht, der Kalender schon.

Der übliche Rat, das Vertragsende einzutragen, stammt aus Ländern mit befristeten Verträgen. Hier gilt: Das Vertragsende ist das falsche Datum, die Abrechnungsfrist das richtige. Wer nach Kalenderjahr abrechnet, muss die Abrechnung für 2025 spätestens am 31. Dezember 2026 beim Mieter haben. Tragen Sie die Frist mit zwei Monaten Vorlauf ein, denn die Abrechnungen von Versorgern und Hausverwaltung kommen gern spät.

Wie richten Sie Erinnerungen an den Fälligkeitstag ein, die funktionieren?

Eine Mieterinnerung funktioniert, wenn sie vor dem Fälligkeitstag kommt, die Immobilie nennt und nur auslöst, solange noch etwas zu prüfen ist. Wenn Sie Benachrichtigungen erlauben, schickt RentDue pro Immobilie eine Erinnerung im Monat, standardmäßig drei Tage vor dem Fälligkeitstag und nur, solange eine Einheit noch aussteht. Sie können sie auf den Fälligkeitstag selbst oder auf einen oder sieben Tage vorher legen.

  1. Setzen Sie den Fälligkeitstag passend zum Vertrag. Ein Tag für alle Immobilien, ein anderer für die Immobilie, deren Vertrag etwas anderes vorsieht. Steht nichts im Vertrag, gilt der dritte Werktag, und die Überweisung darf einen Bankarbeitstag später ankommen. Der 6. ist deshalb der realistischere Tag für die App (warum, steht in Mieteingänge überwachen).
  2. Lassen Sie die Erinnerung vor dem Tag. Ein paar Tage Vorlauf erlauben Ihnen, am Fälligkeitstag selbst zu prüfen und, falls nichts eingegangen ist, am ersten oder zweiten Tag eine freundliche Nachricht zu schicken.
  3. Markieren Sie den Monat als eingezogen, wenn das Geld da ist. Dreißig Sekunden. Sind alle Einheiten einer Immobilie eingezogen, hört die Erinnerung für diese Immobilie auf.
  4. Lassen Sie überfällige Monate nachhaken. Ein Monat, der seinen Fälligkeitstag unbezahlt überschreitet, wird überfällig und bleibt es, bis Sie ihn klären.

Für eine einzelne Einheit, die eine eigene Erinnerung braucht, können Sie in RentDue außerdem eine einmalige Zahlungserinnerung zu Datum und Uhrzeit Ihrer Wahl anlegen. Was zu tun ist, wenn ein Monat wirklich überfällig wird, steht in ausstehende Mietzahlungen verfolgen.

RentDue-Bildschirm zum Anlegen einer Zahlungserinnerung für eine Einheit zu gewähltem Datum und gewählter Uhrzeit
Eine einmalige Zahlungserinnerung für eine Einheit, zu Datum und Uhrzeit Ihrer Wahl.

Wo tragen Sie Abrechnungsfrist, Mieterhöhung und Kündigungsfristen ein?

Abrechnungsfrist, Mieterhöhungstermin und Kündigungsfristen gehören in den Handykalender, weil sie einmal im Jahr oder seltener kommen und eine Erinnerung mit Wochen Vorlauf brauchen. RentDue verfolgt kein Vertragsende und keine dieser Fristen: Es gibt kein Feld dafür und keine Erinnerung. Für diese Jahrestermine ist der Handykalender das bessere Werkzeug, und er ist schon auf Ihrem Handy.

Eine Gewohnheit genügt. An dem Tag, an dem Sie die Nebenkostenabrechnung verschicken oder die Miete erhöhen, legen Sie den nächsten Termin gleich an: die nächste Abrechnungsfrist mit zwei Monaten Vorlauf und den frühesten Termin für die nächste Erhöhung. Wenn Sie den Termin auch bei der Immobilie sehen möchten, schreiben Sie ihn in deren Notizen in RentDue; dort steht er, aber die App erinnert nicht daran.

Welches kostenlose Werkzeug passt zu welchem Termin?

Am besten kombinieren Sie zwei kostenlose Werkzeuge: eine Mieten-App wie RentDue für den monatlichen Zyklus und den Handykalender für die Jahrestermine. Eine Excel-Tabelle kann beides speichern, meldet sich aber nie. Ein Notizbuch speichert beides auch und geht verloren. Jedes Werkzeug passt zu einer Art von Termin:

Methode Stark bei Versagt, wenn
Handykalender Jahresterminen: Abrechnungsfrist, Mieterhöhung, Kündigungsfristen Es um die Monatsmiete geht: Ein Termin sagt, dass der Tag kam, nicht das Geld
Excel-Tabelle Festhalten, was bezahlt wurde Erinnerungen gefragt sind; sie beantwortet nur Fragen, an die Sie selbst denken
Notizbuch Schnellen Notizen am Küchentisch Es um alles andere geht: keine Erinnerungen, keine Summen, leicht verloren
Mieten-App Dem Monatszyklus: ausstehend, eingezogen, überfällig, mit Erinnerungen Es um Jahrestermine geht, die weiter in den Kalender gehören

Gibt es eine kostenlose App für Mietfälligkeiten?

RentDue ist kostenlos mit Werbung für bis zu 2 Immobilien mit je 3 Einheiten, ohne Konto und ohne Bankverbindung, und die Erinnerungen an den Fälligkeitstag gehören zum kostenlosen Plan. Pro hebt die Grenze auf und schaltet den Export des ganzen Jahres frei; im kostenlosen Plan umfasst der Export die letzten zwei Monate als PDF. Der Handykalender deckt die übrigen Termine kostenlos ab.

Kostenpflichtige Verwaltungssoftware ergänzt Vertragsablage und Nebenkostenabrechnung, was sich bei Dutzenden Mietern lohnt. Wer eine oder wenige Wohnungen vermietet, kommt mit einer kostenlosen App für Mieteingänge und drei Kalenderterminen pro Mietverhältnis aus. Mehr zur Auswahl steht im Vergleich Vermietungssoftware kostenlos.

Weiterlesen: So verfolgen Sie ausstehende Mietzahlungen (bevor sie sich häufen) · Mietverfolgung für Vermieter mit nur 1 oder 2 Immobilien

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RentDue verfolgt den Mietzyklus jeder Immobilie, ausstehend, eingezogen oder überfällig, und erinnert Sie vor dem Fälligkeitstag. Funktioniert offline, kein Konto nötig.

Kostenlos mit Werbung: 2 Immobilien mit je bis zu 3 Einheiten und Export der letzten 2 Monate. Pro hebt die Limits auf, entfernt die Werbung, exportiert das ganze Jahr und sichert in Ihre eigene iCloud oder Ihr Google Drive.

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